2008

«Dinner für Spinner»

Der wohlhabende, gut situierte Verleger Pierre Brochant veranstaltet wöchentlich gemeinsam mit Freunden ein „Dinner für Spinner“, zu welchem jeweilen ein Sonderling dazu geladen und zur Belustigung vorgeführt wird. Pierre´s Frau Christine verabscheut diese versnobten Dinner und verlässt im Streit das Haus und ihren vom Hexenschuss geplagten Mann. Ausgerechnet jetzt taucht der reichlich naive, von Pierre als sein „Spinner der Woche“ eingeladene, Finanzbeamte Francois Pignon auf. Im festen Glauben an Brochants wahrhaftem Interesse an seinem Hobby, dem Erstellen von Zündhölzli-Nachbauten der grössten, kulturellen Bauwerke der Welt, ist er nun enttäuscht, dass das Dinner wegen des Hexenschusses ausfallen muss. Statt das Haus und Pierre zu verlassen, gelingt es dem naiven Sonderling, innerhalb kürzester Zeit das Leben von Pierre Brochant völlig durcheinander zu wirbeln. Vom enttäuschten, ausgeladenen Gast wandelt sich Pignon ungebeten zum verständnisvollen Freund, einfühlsamen Helfer, Eheberater und Kumpel. Doch all seine Bemühungen, Telefonate mit Ärzten, Freunden oder der Geliebten Brochants, schlagen fehl und verschlimmern das Chaos nur noch. Am Ende des Abends ist Brochant selbst als grösster Idiot in seinem eigenen Mikrokosmos aus Intoleranz, Arroganz und Überheblichkeit entlarvt.


„Dinner für Spinner“ ist eine süffisante Sozialkritik unseres Wohlstandes, die nicht ins Moralisierende kippt. Hingegen hält sie unsere Gesellschaft in der Person des Francois Pignon einen adäquaten Spiegel vor die Nase: Wie doof sind die eigentlich, die wir für blöd halten?

2008

Rollen & Besetzung

Pierre Brochant

Roger Grivel

Christine Brochant

Jo May

Francois Pignon

Markus Eisenlohr

Prof. Archambaud

Annette Bernhard

Marlene du Tante

Marisa Macoggi

Juste Leblanc

Rolf Traxler

Lucien Cheval

Peter Marty

Hinter den Kulissen

Regie

Otti Marty

 

Bühne 

Marco Müller

Technik

Marco Kündig

Maske

LAurence Jourdan

Wirtschaft

Beatrice Letter

Flyer

Nino Kündig

Inserate

Lawrence Scheurig